Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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Der Gartenarbeiter Pieper, welcher den Hofcom⸗ miſſair gleichfalls noch nicht von Perſon kannte, und ſeiner Natur nach nicht der höflichſten Race angehörte, brachte die Fragen des Generals auf ſo grobe Art an den Mann, daß ihn Eecarius gar keiner Antwort würdigte.

Pieper glaubte ſichsnun berufen, den Examen aus eigenen Mitteln fortzuſetzen, und ward daher wo mög⸗ lich noch gröber, wobei er der Perſon des Hofcom⸗ miſſairs ziemlich nahe kam.

Wenn Er, infamer Schlingel, erwiederte end⸗ lich Eccarius, als ihm die Pieper ſchen Redensarten zu bunt wurden,nicht augenblicklich Ruhe hält und ſich davon packt, ſo werde ich Ihm mit meinem Stocke einen Denkzettel aufzählen, den Er nicht vergeſſen ſoll.

Da Eccarins es liebte, auf das Wort die That ſchnell folgen zu laſſen, ſo kam er auch ſofort mit geſchwungenem ſpaniſchen Rohre auf den Gartenar⸗ beiter zu. Dieſer, ebenſo haſenhaft als grob, war⸗ tete die Sache von wegen des Denkzettels nicht ab, ſondern galoppirte unverzüglich zur Excellenz zurück, welcher er über den bösartigen Fremden Rapport ab⸗ ſtattete.

Der Kerl muß verrückt ſein, rief der General und ging nun ſelbſt nach dem Orte, wo ſich Eccarius befand.

Mein Herr, wer ſind Sie? frug Kirchner in ſtrengem Tone,und was haben Sie hier zu ſuchen?

Ohne auf dieſe Fragen etwas zu erwiedern, ver⸗ ſetzte der Hofeommiſſair in ziemlich rügendem Tone: Ich muß mich ſehr verwundern, Ew. Excellenz, daß ſich Hochdieſelben ohne meine Erlaubniß unbefugter Weiſe meines Eigenthums angemaßt haben.