Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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Schlüſſel hervor und machte ſich Kach der Beſitzung Seiner Excellenz auf den Weg. Es koſtete ihm nicht wenige Mühe, die Thüre in der Gartenmauer, welche ſo viele Jahre nicht war benutzt worden, zu öffnen. Schloß und Angel waren mit der Länge der Zeit ganz verroſtet. Endlich gelang es dem Hofeommiſſair dennoch, ſich den Eingang zu öffnen. Er gelangte in den Garten; aber wie groß war ſein Erſtaunen, als ſich auch keine Spur von einem Wege, welchen der Gartenbeſitzer in fahrbarem Stande zu erhalten hatte, vorfand. Die Spaliere zu beiden Seiten waren niedergeriſſen und der Fahrweg in fruchtbares Garten⸗ land umgeſchaffen.

Während ſich Eccarius noch der gerechten Ver⸗ wunderung über dieſe unverhoffte Metamorphoſe über⸗ ließ, wandelte der General in einiger Entfernung in ziemlich übler Laune eine Lindenallee auf und ab.

In gleichem Grade aber wie der Hofcommiſſair über den in Hinwegfall gekommenen Weg, verwun⸗ derte ſich die Epcellenz über die urplötzliche Erſchei⸗ nung des Eccarius, den er perſönlich kennen zu ler⸗ nen noch keine Gelegenheit gehabt hatte.

Wo iſt denn der Kerl mit einem Mal herge⸗ kommen? frug er ſich. Seine Verwunderung und üble Laune aber erreichten einen noch weit höhern Grad, als er gewahrte, wie der Hofcommiſſair mit ſeinem Spazierſtocke eine Art. Vermeſſung anſtellte. Er rief daher dem in ſeiner Nähe beſchäftigten Gar⸗ tenarbeiter ſehr laut, ſo daß ſie der Hofcommiſſair deutlich verſtehen konnte, die Worte zu:

Pieper! frag' Er doch einmal, was der Kerl da wolle! Und was das überhaupt für Manieren wären, ſich mir nichts dir nichts in fremdes Eigenthum ein⸗ zudrängen?