Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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bei letzterm war er mit ſeinen menſchenfreundlichen Ideen durchgedrungen. Mit den Männern wären ihm ſeine Reformpläne vielleicht gelungen, aber bei dem weiblichen Theile der Geſellſchaft, dem adeligen wie dem bürgerlichen, war Hopfen und Malz verloren.

Endlich, als er alle ſeine Mühe vergeblich ſah, war er wild geworden und hatte mit den Worten: Hol' Euch Alle der Teufel! ſeinen wohlgemeinten, aber unausführbaren Plan aufgegeben. Er war von dieſer Zeit ganz indifferent hinſichtlich der geſelligen Angelegenheiten geworden. Der Adel benutzte dies, zog ſich ſchroffer von dem Bürgerthume zurück und erhob ſtolzer denn je ſein Haupt. Nur bei ganz außerordentlichen Gelegenheiten, wie im vorliegenden Falle, erwachte in dem General der alte Geiſt und da donnerte er, wie es ihm um's Herz war, ohne vor dem anweſenden Publikum die geringſte Rückſicht zu nehmen.

Der General Kirchner wäre vielleicht der einzige Adelige in Neukirchen und Umgegend geweſen, mit welchem ſich der Hofcommiſſair verſtanden haben würde, hätte es das Unglück nicht gewollt, daß die Beiden ſeit vielen Jahren in einem eben ſo verwickelten, in⸗ triguenvollen, wie koſtſpieligen Prozeß mit einander lagen. Der Grund hiervon war folgender:

Der General hatte ſich gleich nach ſeiner Nieder⸗ laſſung in Neukirchen ein am grünen Werlaufer rei⸗ zend gelegenes Gartengrundſtück gekauft und auf die Verſchönerung deſſelben außerordentliche Summen ver⸗ wandt. Es konnte nichts Anmuthigeres geben, als dieſen Kirchner'ſchen Garten und Park. Leider aber laſtete auf dieſem Grundſtück eine höchſt beſchwerliche Servitut, von welcher ihr Herr allerdings ſeit einer Reihe von Jahren keinen Gebrauch gemacht hatte, ſo

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