Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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lichen Geſellſchaftsmitgliedern; ſelbſt meinem Anſehen als Vorſteher dürfte es kaum gelingen, die Gemüther zu beruhigen; Ihre Anweſenheit iſt einmal der all⸗ gemeine Stein des Anſtoßes; alſo handeln Sie klug und vermeiden Sie noch einen größern Scandal, für deſſen Ausgang ich nicht ſtehen und deſſen Folgen für Sie nur höchſt unangenehm ſein können; entfernen Sie ſich. Das iſt meiner Anſicht nach das Beſte, das ich Ihnen anrathen kann.“

Willer's Lippen zitterten vor Zorn bei dieſer ent⸗ ehrenden Zumuthung; er war einen Augenblick zwei⸗ felhaft, ob er dem adeligen Vorſtande auf diejenige Art antworten ſollte, wie deſſen Rede es verdiente, wodurch allerdings der Tumult den äußerſten Grad erreicht haben würde, indem ſämmtliche Adelige un⸗ bedingt für ihren Vorſteher Partei ergriffen hätten. Die Vernunft behielt zum Glück für Willern auch in dieſer ſchweren Periode die Oberhand. Er erwie⸗ derte dem Herrn von Goldberg nur die Worte:

„Mein Herr Vorſteher der Neukirchner Harmo⸗ niegeſellſchaft, ich habe nicht an Ihre Weisheit, ſon⸗ dern an Ihr Rechtsgefühl appellirt, ich verlange nicht nach Ihrem ſogenannten guten Rathe, ſondern nach Ihrer Entſcheidung als Vorſteher, und ich frage Sie daher als einen Mann von Ehre, ob mir eine rechts⸗ widrige oder auch nur eine ſchicklichkeitswidrige Hand⸗ lung zu Laſt gelegt werden kann?“

Der Vorſteher zuckte mit den Achſeln.

„Wenigſtens iſt bei uns nicht Sitte,“ gegenre⸗ dete er,„daß man einer hochachtbaren Dame, ſelbſt wenn dieſe von einer kleinen Uebereilung nicht ganz frei zu ſprechen ſein dürfte, ihre Handlungsweiſe auf ſolche Art entgelten läßt, wie Sie gethan haben.“

Ich bedaure hier,“ verſetzte Willer,„andrer

„Ich