Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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heraus, daß Eccarius zuletzt auf der Brückengaſſe ge⸗ ſehen worden ſei. Auch dahin eilte der von der Zeit Gedrängte. Hier erhielt er die Nachricht, daß ſich Eeccarius bei dem Sportelſchreiber aufhalte. Fellen⸗ berg zögerte keinen Augenblick, Kapplern, über deſſen Conterfei er heute, ehe noch Jemand das große Miß⸗ geſchick ahnte, viel gelacht hatte, einen Beſuch abzu⸗ ſtatten. Der hochadlige Herr ſah ſich genöthigt, die enge, finſtre Treppe in dem Hauſe des Seilers Heiſe emporzuklimmen, was er ſich wohl nie hätte träu⸗ men laſſen, denn der Sportelſchreiber bewohnte den Dachſtuhl.

Als Fellenberg in das beſcheidene Stübchen trat, ſaß der Hofcommiſſair in dem einen Fenſter und ſtu⸗ dirte in der neuen Chronik von Neukirchen, welche Kappler mit großem Fleiße und außerordentlicher Ge⸗ wiſſenhaftigkeit und Genauigkeit führte. Ueber das Geſicht des Letztern legte ſich, wie er des unerwarte⸗ ten Beſuchs anſichtig wurde, ein zufriedenes Lächeln; Kappler aber, ſobald er den hohen Adeligen erkannte, gerieth außer ſich vor Schreck und Beſtürzung. Er wäre faſt zur Erde gefallen vor Devotion.

Fellenberg, ohne auf des Sportelſchreibers deſpe⸗ rate Bücklinge im Geringſten zu achten, trat ſogleich mit äußerſt humaner Begrüßung vor Eccarius.

Böſer Mann, begann er ſcherzend und frohe Laune heuchelnd,Ihre Hand oder vielmehr Ihre Barricade liegt ſchwer auf unſrer Schlittenpartie. Wir haben alleſammt die Unüberſteigbarkeit Ihres Baues anerkannt und ſind gezwungen, Sie als unſern Be⸗ zähmer fortan zu betrachten. Doch die Zeit iſt koſt⸗ bar und namentlich in den kurzen Wintertagen; da⸗ her iſt es der einſtimmige Wunſch, daß es Ihnen ge⸗ nüge, uns Ihre Macht kennen gelehrt zu haben und