Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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valiere begaben ſich, Ingrimm im Herzen, zu ihren ängſtlich harrenden Damen. Man bemühte ſich, die innere Wuth unter einer heitern Maske zu verſtecken und machte einen Scherz aus der ſonderbaren Rück⸗ fahrt. Auch die kaiſerliche Majeſtät nebſt Gefolge, die Pierrots, Kappler und das Opernperſonale ſtiegen wieder ein, während Fellenberg auf einem flotten Ren⸗ ner nach der Stadt jagte.

Als der Reiter in die Nähe der Stadt kam, zo⸗ gen ihm zahlreiche Gruppen entgegen, welche alle die Richtung nach Ehrenberg einſchlugen, um die großar⸗ tige Schlittenfahrt in Augenſchein zu nehmen.

Es iſt doch ein in der Hölle erdachter Streich von dieſem Eccarius, ſprach er für ſich;aber gewiſſenlos bleibt es von Löwenſtern, daß er keine Vorkehrungen traf, da ihm des Hofcommiſſairs Charakter bekannt war und er dieſen Fall durch ſeine übermüthige Si⸗ cherheit ordentlich provozirt zu haben ſcheint.

So wie Fellenberg die Stadt erreicht hatte, begab er ſich ſogleich nach der Wohnung des Hofcommiſſairs, den er aber nicht zu Hauſe fand.

Der Böſewicht wird ſich hoffentlich nicht verleug⸗ nen laſſen, ſprach Fellenberg zu ſich,doch wie ich ihn kenne, iſt er nicht der Mann, der einer Explica⸗ tion ausweicht.

Er eilte auf den Rathskeller, in der Hoffnung, den Geſuchten hier zu finden. Auch dieſer Gang war vergebens und Niemand konnte ihn berichten, wo Eecca⸗ rius ſich befinde. Fellenberg ſtand wie auf Kohlen. Das Geſchick der ganzen Schlittenfahrt hing von ihm ab und jeder Augenblick war koſtbar. Verzweiflungs⸗ voll begab er ſich an mehre Orte, wo er den Hof⸗ commiſſair anzutreffen hoffte. Nach mehrfachen ver⸗ geblichen Fragen, Hin⸗ und Widerlaufen bekam er

Stolle, ſimmtl. Schriften. VII. 3