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lich im ſchnellen Trabe den Ehrenberg hinab. Erſt als man ungefähr eine Viertelſtunde von dem Unglücks⸗ platze entfernt war, ſtanden mehre Knaben am Wege, welche laut verkündeten, daß die Straße geſperrt ſei. Niemand achtete auf das Geſchrei dieſer Kinder.
Der Vorreiter, welcher dem Muſikantenſchlitten funfzig Schritte vorantrabte, bog jetzt um die Anhöhe, welche die Schlucht und die Barricade den Daherkom⸗ menden verborgen hatte. Er bemerkte in einiger Ent⸗ fernung einen ziemlichen Haufen Menſchen, die mitten auf der Straße ſtanden. Den funfzehn Erdarbeitern und Zimmerleuten hatte ſich noch allerlei Volk zuge⸗ ſellt, das ſich nicht wenig auf den Augenblick freute, wo die Schlittenfahrt der hohen Nobleſſe ihr Ende er⸗ reicht haben würde.
Der Vorreiter, in der Meinung, der Haufen be⸗ ſtehe aus neugierigen Gaffern und Bewunderern, trabte mit großer Selbſtgefälligkeit weiter. Bald war er ganz nahe, der Haufen theilte ſich nach beiden Seiten und die Barricade ſtand keine zwölf Schritte vor dem Reiter. Dieſer hielt ſein Pferd an, riß die Augen auf, ſo weit er konnte, rieb dieſelben wiederholt, denn er glaubte, nicht recht zu ſehen, und vermochte im erſten Augenblicke kein Wort hervorzubringen. Das allgemeine Gelächter brachte ihn in etwas zu ſich und verſetzte ihn in Wuth.
„Welcher Frevel! ſchrie er,„augenblicklich macht die Straße frei!“
Abermaliges Gelächter und ein alter Zimmermann erwiederte:
„Das laſſen wir wohl bleiben; auch kann hier von keiner Straße die Rede ſein, da der hieſige Grund und Boden dem Herrn Hofeommiſſair gehört.“


