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Herz auf die Zunge trat. Als daher das Geſpräch auf die höchſt ſauber geſchriebenen Noten kam, ſo ge⸗ ſtand der Sportelſchreiber offen, daß ſie der liebens⸗ würdigen Agnes beſtimmt wären.
Eccarius lächelte.
„Sportelſchreiber, Sportelſchreiber,“ drohte er mit aufgehobenem Finger,„treuloſer Mann, was wird Madame Runkel ſagen!“
Der verſchämte Kappler ward roth bis über die Ohren und vermochte kein Wort zu erwiedern.
„Nun,“ fuhr der Hofcommiſſair beruhigend fort, „ich verdenk's Euch nicht; dieſe liebenswürdige Nichte wäre mir auch lieber, als die beleibte Garnhändlerin.“
Zur größten Beruhigung des Sportelſchreibers ging Eccarius auf das Kapitel mit der Nichte nicht weiter ein. Er erkundigte ſich nach einigen ſtadtge⸗ richtlichen Angelegenheiten, wo ſich Kappler mit gro⸗ ßer Bereitwilligkeit beeilte, die gewünſchte Auskunft zu geben.
Während die Beiden in des Sportelſchreibers be⸗ ſcheidener Wohnung im Geſpräch beiſammen ſaßen, hatte ſich der Schlittenzug im Schloßhofe von Ehren⸗ berg geordnet und begann unter allgemeinem Peitſchen⸗ geknall und Hurrahruf der jungen Cavaliere ſeine Aus⸗ fahrt. Voran ging ein großer vierſpänniger, fantaſtiſch ausgeſchmückter Schlitten mit einem Muſikcorps. Die Muſiker waren als Bergleute verkleidet und nahmen ſich recht ſtattlich aus. Die Pauken ſchlug ein Mohr in afrikaniſchem Coſtüm. Dem Muſikantenwagen folg⸗ ten ſechs Einſpänner mit höchſter Nobleſſe; dieſen ein Vierſpänner en costume. Er enthielt den Kaiſer des himmliſchen Reichs nebſt Gefolge und zeichnete ſich durch bizarren Luxus aus. Der Majeſtät folgten mehre Zweiſpänner mit hohen Herrſchaften; dann ein


