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Nicht ohne Wohlgefallen betrachtete der Hofcom⸗ miſſair ſein ſchnell in die Höhe gewachſenes Werk. Er befahl den Werkleuten, die Barricade um keinen Preis vor Abend zu verlaſſen und gegen jeden etwaigen An⸗ griff männiglich zu ſchützen. Um ſeinem Baue zugleich ein officielles Anſehen zu geben, ließ er auch die bei⸗ den Polizeidiener zurück.
„Nicht eine Maus ſoll hier durchkommen,“ ſchwuren die Bauleute und freuten ſich kampfluſtig im Voraus auf das Rencontre mit der adeligen Caravane.
Voll Zufriedenheit kehrte der Hofcommiſſair nach der Stadt zurück und ſtattete Kapplern einen Beſuch ab. Dieſer benutzte eben ein freies Stündchen, um für den Abgott ſeiner Liebe Noten zu malen; denn der Sportelſchreiber ging bei dieſem Geſchäft mit ſo viel Kunſt zu Werke, daß man es nicht Noten ſchrei⸗ ben nennen konnte. Der fromme Kappler, in ſei⸗ nem Liebeswerke ganz vertieft, ahnete nicht, daß er zur allgemeinen Beluſtigung noch einmal in der Welt exiſtire und ſo eben Schlitten gefahren werden ſollte. Der ängſtliche Mann erſchrak ob des unver⸗ hofften Beſuchs wieder dermaßen, daß es wenig fehlte und die Galoppade für Langſchädel's Nichte wäre zum vierten Male zum Guckuck gegangen.
„Ehrliche Seele,“ dachte Eecarius, als er Platz genommen hatte,„während Du einſam und fleißig auf Deinem Stübchen ſitzeſt und keinen Menſchen be⸗ leidigſt, iſt man gewiſſenlos genug, Dich dem öffent⸗ lichen Spotte und Gelächter Preis zu geben. Aber daß man ſich nur nicht verrechnet hat und ſelbſt dem Spotte anheimfällt.“
Der Hofcommiſſair unterhielt ſich ſo freundlich und wohlwollend mit Kapplern, daß dieſer außerordentlich gerührt davon wurde und ihm wie gewöhnlich das


