Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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liches Fuhrwerk, das nach Ehrenberg wollte, ſah ſich genöthigt, auf freiem Felde am Rande der Schlucht entlang zu fahren. So auch diesmal. Sämmtliche Schlitten ſchlugen dieſen Weg ein.

Laut Programm war die Abfahrt der Schlitten von Ehrenberg Punkt zwölf Uhr feſtgeſetzt, halb zwölf mußten ſämmtliche Geſpanne im großen Schloß⸗ hofe verſammelt ſein. Mehre Feſtordner hatten für die Reihenfolge der Schlitten Sorge zu tragen.

Das ſchöne Wetter und das zu erwartende unge⸗ wohnte Schauſpiel war Urſache geweſen, daß ſich ſchon bei guter Zeit eine ziemliche Anzahl der Bewohner Neukirchens auf den Weg nach Ehrenberg gemacht hatte. Mehre Gruppen waren bis an das Hofthor des Schloſſes vorgedrungen und ſchauten neugierigen Blicks in den Schloßhof, welcher ein höchſt maleriſches Gewühl der zahlreich angelangten Schlitten darbot.

Schlag halb zwölf Uhr war der letzte Schlitten durch's Hofthor gefahren und Schlag halb zwölf Uhr erſchien der Hofcommiſſair Eccarius in Begleitung von funfzehn Zimmerleuten und Schanzgräbern und zwei Polizeidienern auf der Stelle, wo die obener⸗ wähnte ſchneeverſtopfte Schlucht ihren Anfang nahm. Die Ehrenberger Herrſchaft, ſo wie ſämmtliche Bewohner des Dorfes gleiches Namens, anſtatt den verwehten Hohlweg fahrbar zu machen, was für zwanzig Mann eine Arbeit von drei bis vier Stunden geweſen wäre, fanden es ſtets bequemer, den Weg über die Felder einzuſchlagen, ohne dem Beſitzer eine Anfrage zu ver⸗ gönnen, und die Strecke längſt der weithin laufenden Höhlung zu einer förmlichen Fahrſtraße umzuſchaffen. Der Beſitzer des betreffenden Feldes aber war Nie⸗ mand anders, als der Hofcommiſſair Eccarius, wel⸗ cher daher ein abſonderliches Intereſſe an der bevor⸗ ſtehenden großen Schlittenfahrt zu nehmen ſchien.