Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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zu Stande kam, war der Witz der ſolennen Schlit⸗ tenfahrt vorbehalten.

Endlich erſchien der berühmte ſiebenzehnte Januar. Prachtvoll ſtieg die Sonne am Horizonte empor, die ſchönſte Winterlandſchaft roſig beleuchtend. Das Ther⸗ mometer zeigte kaum drei Grad Kälte und die Bahn von Neukirchen nach Rohrbach konnte nicht ſchöner ſein. Bereits in der eilften Stunde des Vormittags begann es in der Nähe und Ferne zu klingeln und zu knallen. Von all' den umliegenden Rittergütern kamen die gebetenen Gäſte in eleganten Schlitten mit muthigen Rennern angefahren und ſchlugen ihren Weg nach dem benachbarten Ehrenberg ein.

Die Neukirchner konnten ſich nicht ſatt ſchauen an den ſchön lackirten und hier und da vergoldeten Schlitten; an den prächtigen Schabracken und male⸗ riſchen Federſtutzen der geſchmückten Roſſe, ſo wie an der mannigfach bunten Livree der zahlreichen be⸗ treßten Dienerſchaft. Einer ſo glänzenden Schlitten⸗ fahrt wußten ſich die älteſten Bewohner der Stadt nicht zu erinnern.

Jeder geputzte Schlitten, wenn er durch die Gaſſen fuhr, wurde von der zahlreich verſammelten Schulju⸗ gend unter lautem Jubel begrüßt und eine Strecke lang begleitet; und aller Orts wuchſen neugierige Köpfe aus Fenſtern und Thüren. Es war manch⸗ mal ein Geknalle, als halte der wilde Jäger ſeinen Einzug.

Nach dem ungefähr ein Stündchen von Neukirchen hochgelegenen Ehrenberg, führte indeß nur ein Fahr⸗ weg und zwar eine geraume Strecke durch eine ziem⸗ lich tiefe Schlucht. Dieſer Hohlweg war aber bei dem anhaltenden Schneewetter durchaus nicht zu paſ⸗ ſiren, da die Höhlung Häuſer hoch erweht war. Jeg⸗