Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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terſonne die ſilberne Landſchaft. Obſchon die Kälte nicht hoch geſtiegen war, trieb doch die Werla ziem⸗ liche Eisſchollen und überall vernahm man das muntre Schellengeläute der pfeilſchnell dahin eilenden Schlitten.

Auch der hohe Adel von Neukirchen glaubte die treffliche Bahn benutzen zu müſſen und hatte alle An⸗ ſtalten zu einer höchſt ſolennen Schlittenfahrt getrof⸗ fen. Seit acht Tagen war in Neukirchen und deſſen nächſter Ungebung von nichts anderm die Rede; denn die Neukirchner intereſſirten ſich lebhaft für Alles, was von ihrem hohen Adel ausging.

An der Spitze des großartigen Unternehmens ſtand diesmal der Baron von Löwenſtern und ſein zum Be⸗ ſuch anweſender Neffe Viector, welcher letztrer ſich hauptſächlich das Arrangement der Fahrt hatte ange⸗ legen ſein laſſen.

Auf dem Ehrenberge ſollten ſich die zahlreichen und glänzenden Schlitten der hohen Nobleſſe verſammeln und von hier aus der Zug ſeinen Anfang nehmen. Laut Programm bewegte ſich dieſer von Ehrenberg nach der Stadt, umfuhr dieſe längs der Promenade und endete in den drei Stunden von Neukirchen ge⸗ legenen Städtchen Rohrbach, wo im daſigen Gaſthauſe zum weißen Adler alle Anſtalten für ein ſplendides Diner getroffen waren. Nach eingebrochener Dunkel⸗ heit verfügen ſich die hohen Herrſchaften unter Fackel⸗ glanz nach Ehrenberg zurück, wo der frohe Tag mit einem brillanten Balle in dem ſchönen Saale des Schloſſes beendet ward.

Der Menſch denkt Gott lenkt.

Die Familie von Löwenſtern hatte Alles aufge⸗ boten, die projectirte Schlittenfahrt ſo ſolenn und zahl⸗ reich wie möglich zu machen und deshalb an den ge⸗ ſammten benachbarten Adel Einladekarten geſchickt,