Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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Sind denn die Huſaren ſchon begraben? erkun⸗ digte ſich ſchüchtern der Sportelſchreiber.

Stehen bereits wohl einbalſamirt in ihren diver⸗ ſen Erbbegräbniſſen.

Die armen Angehörigen! fuhr Kappler fort, die Herren Huſaren ſtanden unſtreitig in der Blüthe der Jahre. Welcher Schmerz der Aeltern und Ge⸗ ſchwiſter.

Die beiden Bräute der von meiner Hand Ge⸗ fallenen ſind bereits wahnſinnig geworden, erzählte

Langſchädel mit eiſerner Schlachtenruhe.

Heiliger Himmel, ſchanderte der friedliche Spor⸗ telſchreiber,welche Verantwortung haben Sie auf Ihr Haupt geladen, Herr Lieutnant.

Das iſt bei Männerehre nicht anders, erwie⸗ derte Langſchädel;die Jugend meiner Gegner ſchmerzte mich allerdings; aber ich gedachte, daß ich für das geſammte Bürgerthum in den Schranken ſtünde; da traten alle kleinlichen Rückſichten von Selbſterhaltung und Nächſtenliebe in den Hintergrund.

Der Sportelſchreiber konnte ſich trotz aller Apo⸗ logieen von Seiten des Lieutnants mit dem mörde⸗ riſchen Zweikampfe nicht befreunden. Er ſtellte die Behauptung auf, daß das Duell göttlichen und menſch⸗ lichen Geſetzen zuwiderlaufe.

Wir können darüber nicht ſtreiten, lieber Kapp⸗ ler, erwiederte Langſchädel,weil Euch Civiliſten in der Regel das, was man pointe d'honneur nennt,

abgeht. Um ſo mehr Anerkennung aber, hoffe ich,

muß es finden, wenn ſich im Civilſtande noch Männer finden, welche zu ſolchen Opfern, wie ich gebracht habe, bereitwillig ſind. Da Kappler in ſeiner Unſchuld hierauf nichts zu erwiedern wußte, trat Langſchädel, ein Liedchen pfei⸗ Stolle, ſämmtl. Schriften. VII. 2

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