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werden,“ gab der Sportelſchreiber zu bedenken, und gedachte dabei der verlaſſenen Nichte.
„Das mußt' ich mir gefallen laſſen,“ verſetzte Langſchädel;„iſt doch das geſammte Bürgerthum durch mein kräftiges Einſchreiten glänzend gerächt. Glauben Sie wohl, Kappler, daß ſich ein anderer Bürgerlicher zu dem verzweifelten Kampfe hergegeben haben würde?“
Der Gefragte überſann in Gedanken alle ſtreit⸗ bare Helden der bürgerlichen Honoratioren und blieb die Antwort eine Zeit lang ſchuldig. Der Lieutnant ward ungeduldig und ſagte:
„Was iſt da lange zu überlegen, ich geb' Ihnen mein Wort, es würde ſich kein Bürgerlicher geſtellt haben. War ich nicht, blieb die Schmach ſitzen.“
„Sie haben da ein großes und ſchweres Opfer ge⸗ bracht,“ verſetzte der Sportelſchreiber.
„Das will ich meinen.“
„Es iſt beklagenswerth, daß Ihr Muth nicht be⸗ kannt werden darf.“
„Es wäre mein Untergang; darum, Kappler— reinen Mund gehalten; mein Leben ſteht in Ihrer Hand.“
Der Sportelſchreiber raffte alle Betheuerungen zu⸗ ſammen, die er aufzutreiben vermochte.
„Ich trage das Bewußtſein erfüllter Pflicht in mir,“ ſprach Langſchädel;„ein Anderer würde ſolche That nicht auf dem Herzen behalten, die halbe Welt müßte es wiſſen, ihn bewundern, und wär's ſein Un⸗ glück; der Menſch iſt eitel, ich bin es nicht und trage mein Verdienſt im Stillen.“
„Als wahrer Held,“ lobte Kappler.
Der Lieutnant erwiederte auf dieſes Lob nichts, ſeine Beſcheidenheit verbot ihm das.
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