Der Hofcommiſſair konnte ſich eines Lächelns nicht erwehren.„Auf dich, ehrliche Einfalt,“ dachte er bei ſich,„war's nicht abgeſehen;“ und zum Lieut⸗ nant gewendet, frug er:
„Wie denken Sie denn über's Spiel, Langſchädel?“
„Ich weiß nicht,“ verſetzte dieſer,„aus einem ſo⸗ liden Spielchen mache ich mir kein Gewiſſen. Es liegt dies Unſereinem im Blute. Einem alten Kriegs⸗ manne darf man ſo Etwas nicht ſo hoch anrechnen.“
Der Hofcommiſſair, den es ärgerte, daß Langſchä⸗ del immer auf ſein nicht eben ſo glorreiches Land⸗ wehrthum zurückkam, erwiederte:
„Da haben Sie vollkommen Recht, der ganze Krieg iſt ja nichts weiter als ein großes Hazardſpiel. Dahin gehört auch der Zweikampf, das Duell, Herr Brückenzollgeldereinnehmer.“
Langſchädel ſchrak bei dieſen Worten zuſammen und hütete ſich wohl, auf ſeine Kriegscarriere zurück⸗ zukommen.
Das Spiel währte bis gegen zehn Uhr, wo man aus einander ging. Der Lieutnant mußte für dies⸗ mal ſein großes Geheimniß auf dem Herzen behalten.
Zweites Rapitel. Kappler erhält mehrfachen Beſuch.
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Kayyler Nß am nächſten Morgen im tiefſten Negli⸗ gée beim Frühſtück, welches aus ein paar Taſſen Ei⸗ chorienkaffee und einigen gedörrten Brodrinden be⸗ ſtand, und ahnte nicht, welch neues Mißgeſchick ihm


