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fehlte nur an Sonnenſchmidten. Der Zufall wollte, daß in demſelben Augenblicke die Gigantengeſtalt des Inſpectors in die Stube trat.
Der Hofcommiſſair befahl jetzt Röschen, den So⸗ lotiſch zurecht zu machen. Er erkundigte ſich zugleich bei Sonnenſchmidt nach deſſen Neffen Carl Willer.“
„Danke für gütige Nachfrage,“ erwiederte der In⸗ ſpector,„ſo viel ich weiß, gedenkt er in einigen Mo⸗ naten das Examen zu machen.“
„Das gewiß brav ausfallen wird,“ ſprach Eccarius.
Wollen's hoffen,“ meinte Sonnenſchmidt, ſich die Pfeife in Brand ſteckend;„wenigſtens hat der Junge Geld genug gekoſtet.“
Als man den Inſpector zum Spiele einlud, de⸗ precirte er wider alles Erwarten.
„Ich habe mir vorgenommen,“ ſprach er ſich ent⸗ ſchuldigend,„eine Zeit lang das Spiel zu quittiren.“
„Dummes Zeug,“ zankte der Hofcommiſſair,„ma⸗ chen Sie heut eine Ausnahme.“*
„Geht wirklich nicht,“ erwiederte Sonnenſchmidt, „es iſt mein feſter Vorſatz.“
„Den haben wahrhaftig die Pfaffen total um⸗ garnt,“ ſprach Eccarius für ſich,„da iſt Zeit, daß vorgebeugt wird, ſonſt verpuppt ſich der ehemalige Freigeiſt in einen Myſtiker, auf beſtem Wege iſt er.“
Der Hofcommiſſair frug daher ziemlich ſpitzig:
„Sie waren wohl heut zur Beichte?“
Der Inſpector verneinte.
„Sagen Sie einmal,“ fuhr Eccarius fort,„wie vielmal beichten Sie ietzt des Jahrs? Iſt Ihr der⸗ maliger Lebenswandel ſo gottlos, daß Sie ſo oft
Ihre Sünden abzuſchütteln gezwungen ſind?“
„Gute Vorſätze,“ gab der Inſpector zur Antwort, „kann man nicht häufig genng faſſen.“


