Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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heben Sie die Hand auf, ſtrecken Sie drei Finger in die Höhe und ſchwören Sie.

Der Sportelſchreiber, welcher im erſten Schreck nicht anders glaubte, als der Schwur betreffe Lang⸗ ſchädel's Nichte, war ſchon im Begriffe, den Arm nach den Wolken zu heben, als ſein religiöſes Gefühl ſiegte und er mit den Worten:Euere Rede ſei Ja, Ja, Nein, Nein, was darüber iſt, iſt vom Uebel, die Rechte wieder ſinken ließ.

Kappler, fuhr Langſchädel leidenſchaftlich fort, bei Ihrer unſterblichen Seele, ſchwören Sie.

Da ſoll mich der Himmel bewahren, proteſtirte ſchaudernd der Gottesfürchtige.

Es wird Sie nicht gereuen, ſprach der Lieut⸗ nant eindringlich.

Was ſoll ich denn beſchwören? frug Kappler.

Mich nicht zu verrathen, ich habe Ihnen eins der außerordentlichſten Geheimniſſe zu entdecken.

Ich Sie verrathen? Ifrug der Sportelſchreiber im Ton gekränkter Freundſchaft,wo denken Sie hin, verehrter Herr Lieutnant.

Alſo kann ich auf Sie bauen?

Ein Wort wie tauſend, betheuerte Kappler.

Wohlan, begann nun Langſchädel mit geheim⸗ nißvoller Stimme,ſo wiſſen Sie denn aber Kappler, wenn Sie eine Sylbe

Der Sportelſchreiber legte die Hand auf's Herz und war äußerſt erwartungsvoll. Der Lieutnant räus⸗ perte ſich und war im Begriff, ſeinem gepreßten Her⸗ zen Luft zu machen, als ſein Unſtern den Hofcom⸗ miſſair in's Zimmer führte.

Pſt, flüſterte Langſchädel erſchrocken und legte Kapplern die Hand auf den Mund,jetzt kein Wort darüber.