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tölpelhafte Renommiren, das man in gewiſſen Univer⸗ ſitätsſtädten ſo häufig findet, jenes rüde Benehmen gegen die ſogenannten Philiſter, welches den Stempel geiſtiger Bornirtheit an der Stirne trägt und den Muſenſohn entwürdigt. Im Gegentheil hielt er ſehr auf noble Sitte, und hierin zeichnete ſich auch die Landsmannſchaft, welcher er als Senior vorſtand, vor allen übrigen ſtudentiſchen Verbindungen aus. Ihre Zuſammenkünfte hatten nicht Saufgelage allein zum Zweck, ſondern man beſchäftigte ſich auch mit ent⸗ ſprechenden geiſtigen Intereſſen.
Wiewohl der ſchöne, geiſtreiche und intereſſante Muſenſohn unter der Frauen- und Mädchenwelt der Univerſitätsſtadt unbewußt manches Herz erobert hatte, ſo war doch das ſeine, trotz mancher Verſuchung, unberührt geblieben. Daß ihn die Frauen und Mäd⸗ chen freundlich anſchauten, war er von jeher gewohnt und fand es in der Ordnung. Noch keiner war es aber gelungen, einen bleibenden Eindruck auf ihn zurückzulaſſen.
Carl Willer war der einzige Sohn wenig bemit⸗ telter Eltern, die frühzeitig geſtorben. Der Inſpector Sonnenſchmidt zu Neukirchen, der Bruder von Wil⸗ ler's Mutter, nahm ſich des unmündigen Knaben an und ward zum Vormund beſtellt. Nach ſeinem Dafür⸗ halten ſollte Carl Heconom werden, wozu indeß dieſer nicht die geringſte Neigung verſpürte. Dies, ſo wie der Ausſpruch des würdigen Lehrers, welcher die gei⸗ ſtigen Anlagen Carl's erkannte, beſtimmte den Vor⸗ mund, nachzugeben und ſein Mündel dem gelehrten Stande zu widmen.
Carl war die Freude ſeiner Lehrer, obſchon er ſich durch geniale Jugendſtreiche auch manche Strafe zuzog.
Neukirchen hatte er während ſeiner Schul⸗ und


