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Univerſitätszeit nur einige Mal beſucht. Das geſellige Leben daſelbſt wollte ihm nicht zuſagen. Er hatte außer ſeinem Onkel nur einen Freund daſelbſt. Das war der Hofcommiſſair, deſſen Bekanntſchaft er bei ſeinem letzten Beſuche gemacht hatte. Beide intereſſir⸗ ten ſich außerordentlich für einander und ſtanden in ununterbrochenem Briefwechſel.
So waren zwei Jahre von Willers Univerſitäts⸗ zeit verſtrichen, ohne daß ſich der Jüngling, trotz aller Neukirchner Ermahnungen, viel um die edle Rechts⸗ doctrin bekümmert hätte. Während Onkel Sonnen⸗ ſchmidt bereits mit dem Amtmanne in Neukirchen Rück⸗ ſprache genommen, wegen des juriſtiſchen Acceß für ſeinen Neffen, ſtudirte dieſer ununterbrochen Chemie, Staatswiſſenſchaften und Geſchichte.
Endlich erkannte Willer denn doch, daß es Zeit ſei, die Inſtitutionen und Pandecten vorzunehmen. Er warf ſich mit aller Kraft ſeines Willens und mit eiſernem Fleiße auf dieſes Studium, zog ſich wie ein Einſiedler zurück und lag Tag und Nacht über den juriſtiſchen Heften, ſo daß er bei ſeinem hellen Kopfe und trefflichen Gedächtniſſe bereits nach wenig Mo⸗ naten glänzend disputiren konnte und nach Verlauf eines Jahres das Examen zu beſtehen hoffte, als ein völlig unerwartetes Ereigniß ſeinem Lebensplane eine ganz andre Richtung gab, wie wir im zweiten Bande ſehen werden.
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