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Duell, das auf ein Kinderſpiel hinausläuft, kann man ſich gefallen laſſen. Dann müſſen Sie auch bedenken, welchen Ruhm Sie dabei ernten, denn daß die Sache bei aller Geheimhaltung dennoch bekannt wird, unter⸗ liegt keinem Zweifel.“
„Glauben Sie?“ frug Langſchädel.
„Unbedingt,“ erwiederte erſterer,„Sie ſind von heute an ein gemachter Mann, was den Ruhm an⸗ belangt.“
„Ach, beſter Hofcommiſſair,“ ſprach Langſchädel, „Sie glauben nicht, ein Mann, wie ich, der des Le⸗ bens Ernſt erfahren, iſt über die bunte Seifenblaſe des Ruhms hinweg.“
„Als ehemaliger Militair,“ meinte Eccarius,„iſt der Ruhm für Sie unentbehrlich.“
Unter ſolchen Geſprächen war man den Ruinen des alten Kloſters nahe gekommen.
„Wird's denn ſehr knallen?“ frug Langſchädel; „laden Sie ja ſo wenig als möglich Pulver, daß wir die Gerichte nicht aufſtutzig machen.“
„Sein Sie unbeſorgt,“ tröſtete der Hofeommiſſair, „es iſt für dieſe Jahreszeit früh, ich glaube, daß das geſammte Gerichtsperſonal der Umgegend noch auf dem Ohre liegt.“
Unmittelbar an die alte Abtei grenzte ein dunkler Kiefernwald. Hier befand ſich fünfhundert Schritte abwärts eine ausgehauene Stelle, welche man zum Kampfplatze auserſehen hatte.
„Langſchädel,“ ſprach ermuthigend der Hofcom⸗ miſſair, als er zwiſchen den hohen, ſtillen Kiefern da⸗ hinſchritt,„wie ſoll nach vollbrachter Ehrenſache das Frühſtück ſchmecken bei der Kloſterwirthin!“ Dem Land⸗ wehrlieutnant war gar nicht wie Eſſen zu Muthe. Er verſpürte nicht den entfernteſten Appetit.


