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„Sie ſind doch nicht geladen?“ frug er zagend.
„Noch nicht,“ erwiederte der Hofcommiſſair.
„Haben Sie ſchon Kaffee getrunken?“ erkundigte ſich theilnehmend der Lieutnant.
„Sie wiſſen, daß ich dergleichen nie trinke,“ ver⸗ ſetzte der Gefragte.„Uebrigens haben wir keine Zeit zu verlieren. Bei einem Stelldichein iſt Pünktlichkeit eine Haupttugend.“
„Apropos,“ fuhr er fort,„haben Sie ſich ſchon einmal auf Barriere geſchoſſen?“
„Sie wiſſen,“ erwiederte Langſchädel ſtockend, „meine Grundſätze—“
„Ach ja,“ entſann ſich Eccarius;„wohlan, da muß ich Sie mit dieſer Kampfart bekannt machen. Doch kommen Sie, hora ruit. Das läßt ſich unter⸗ wegs erzählen.“
Der Lieutnant war endlich zum Aufbruche fertig und ſchritt zagenden Herzens neben dem Hofcommiſſair die noch ſtillen Straßen des Städtleins dahin. Es war ein trüber, nebeliger Morgen. Man gelangte vor's Thor und ſchlug den Weg längs der Werla nach der Benedictinerabtei ein.
Eccarius ließ ſich's jetzt angelegen ſein, ſeinen Be⸗ gleiter mit der Art und Weiſe, welche beim Barrière⸗ ſchießen zu beobachten ſei, vertraut zu machen. Aber wie faßlich er vortrug, vernahm Langſchädel nicht viel davon. Sein Geiſt war zu ſehr mit der möglichen Gefahr beſchäftigt.
„Hätte ich mir doch im Leben nicht träumen laſſen,“ ſprach er,„daß ich mich auf meine alten Tage würde ſchießen müſſen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß mich der Satan blendete, als ich geſtern in meinem Uebermuthe die Füße zu weit vorſtreckte.“
„J nun,“ tröſtete der Hofcommiſſair,„ein ſolches


