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„Wiſſen Sie denn ſchon von der neuen Imper⸗ tinenz,“ frug er heftig,„die ſich Ponikau⸗Bianka ge⸗ gegen Eberhardt⸗Mariechen erlaubt hat?“
Langſchädel, der aus der Rauchſtube nicht heraus⸗ gekommen war, wußte von nichts.
Nun theilte der andere die Geſchichte von der Francaiſe mit, in der Hoffnung, Langſchädel werde in ſeiner bekannten Art zu raſen beginnen. Wider Erwarten blieb der Lieutnant ganz ruhig. Er zuckte blos ein wenig mit den Achſeln.
„Wie?“ fuhr Abendroth fort,„Lieutnant, was ſa⸗ gen Sie, das können wir uns nicht gefallen laſſen.“
Langſchädel zuckte wieder blos mit den Achſeln und erwiederte kein Wort.
Da ward der Kaufmann wild, ſchalt den Land⸗ wehrlieutnant ein ſeelenloſes Amphibium und rannte von dannen, um bei anderen befreundeten bürgerlichen Harmoniemitgliedern Aufruhr zu predigen.
„Ich habe fürwahr jetzt keine Zeit,“ ſprach Lang⸗ ſchädel für ſich,„mich um dergleichen Bagatellen zu kümmern.“
Er kehrte in das Rauchzimmer zurück und ſpähte ängſtlich nach dem Hofcommiſſair, in deſſen Händen ſein ganzes Geſchick ruhte. Dieſer war zufällig nicht anweſend und Langſchädel bekam ſchon Angſt, daß er den Ball verlaſſen haben möge. Er ſchritt unruhig auf und nieder. Endlich erſchien Eeccarius und ward vom Landwehrlieutnant ſogleich in Beſchlag genommen. Erſt nachdem ihm dieſer wiederholt verſichert, daß er wegen des Duells durchaus nichts zu befürchten habe, ward er ruhig.
Der Hofcommiſſair verſprach, ſich den nächſten Morgen punkt halb acht Uhr mit den Kuchenreitern und mit Pulver und Blei einzufinden.


