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„Dann bin ich,“ fuhr er fort,„trotz aller Vor⸗ ſicht geliefert.
„Hätte ich mich nur auf das verwünſchte Duell gar nicht eingelaſſen,“ ſeufzte er nach einer Pauſe, „es mochte werden, wie es wollte; ich will lieber alle irdiſche Trübſal erleiden, als mich todtſchießen laſſen.“
Während dieſer höchſt niederſchlagenden Betrach⸗ tungen kehrte der Hofcommiſſair zurück.
„Es iſt Alles in Ordnung,“ ſprach er,„Sie ha⸗ ben nicht das Geringſte zu befürchten; der Herr von Felseck wird dem Lieutnant ſecundiren; ich ſtehe mit erſterm auf ziemlich befreundetem Fuße; die Sache wird ſich auf's Schönſte arrangiren laſſen.“
„Das gebe Gott,“ ſeufzte Langſchädel, friſchen Athem ſchöpfend,„da habe ich wohl auch nicht nöthig, teſtamentariſche Verfügungen zu treffen?“
„Sind völlig überflüſſig,“ beruhigte Eccarius.
Während der Langſchädel'ſchen Duellangelegenhei⸗ ten hatte im Saale der Tanz ſeinen Anfang genom⸗ men. Er hatte unmittelbar begonnen, wie der Adel abgegeſſen. Da ſaß die Saalwände entlang in lan⸗ gen Reihen die geſammte Flora von Neukirchen die adelige wie die bürgerliche; aber beide von einander wohl geſchieden. Die tanzenden Herren gehörten faſt ſämmtlich dem Adel an, welche denn auch nur mit bekannten adeligen Damen tanzten, während die bür⸗ gerlichen Mädchen ſich umſonſt in Putz geworfen hat⸗ ten und ſich vergebens nach einem Tanze ſehnten. Die Hoffnung der letztern beruhte auf zwei Perſonen, einem jungen flotten Amtsviceactuar und einem dito Kaufmann, welche beide ſelten einen Tanz ausſetzten
und daher auf den tänzerarmen Harmoniebällen eine
höchſt willkommene Erſcheinung waren. Dieſe wieder wagten nie eine adelige Dame zum Tanze aufzufor⸗ 40


