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„Lebe wohl— Eliſabeth!— und ich hauchte den erſten und letzten Kuß auf die Hand der Geliebten meiner Seele.
„Am andern Tage war ich zehn Meilen von Bu⸗ chenthal. Mein Beruf war entſchieden. Hatte ſie nicht beigeſtimmt, als ich an jenem Abend begeiſtert ſprach für Freiheit und Völkerwohl? Bald wogte ein Weltmeer zwiſchen mir und den Geliebten. In den Reihen der Edelſten kämpfte ich für die Freiheit und den Frieden, der heutzutage ſegnend ruht über jenen glücklichen Landen von Nordamerika. Der Mandel⸗ zweig blieb mein höchſtes, heiligſtes Gut. Nach lan⸗ gen Jahren erſt, als die Freiheit und Wohlfahrt fröh⸗ lich erblühte aus Schutt und Ruinen, kehrte ich zum Vaterlande. Adalbert und Eliſabeth waren geſtorben, aber nicht meine Liebe zu ihnen. In einem lieben, freundlichen Thale baute ich eine Wohnung und nannte ſie Sancta Eliſabeth; und die Aufgabe meines Le⸗ bens war, ſtets ſo zu handeln, daß ich der ſelig Voll⸗ endeten ſo würdig als möglich werde. Ich habe auf meinem Lebenswege viele edle und ſchöne Seelen ken⸗ nen gelernt: aber einen Adalbert und eine Eliſabeth habe ich nicht wieder gefunden. Als der Abend mei⸗ nes Lebens herannahte und es einſamer um mich ward, nahm ich den Sohn eines Freundes, der im letzten Kriege für die Freiheit Amerika's gefallen war, an Kindesſtatt an. Es iſt mein Erbe Hieronymus. Oft flehte ich zum Himmel, daß er mich den Dortwoh⸗ nenden vereinen möchte; Gott wollte es atders. Und ſo iſt ein halbes Jahrhundert dahingegangens ich bin ein Greis geworden, habe manche Prüfung beſtanden, Vieles verloren auf dem langen Lebenswege; doch das herrlichſte Geſchenk des Himmels— die Liebe, iſt mir geblieben. Und als dieſen Frühling der Man⸗


