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vorbrechenden Sternen, mein Herz wollte zerſpringen vor namenloſer ſeliger Qual. Wieder brachen in ein⸗ ſamen Augenblicken meine Thränen unaufhaltſam her⸗ vor. Der Gedanke, wie dieſer Zuſtand enden ſolle; ich wagte ihn nicht zu denken. Vergangenheit und Zukunft gingen unter in der berauſchenden Gegen⸗ wart.
„Mein Kampf währte auch am dritten Tage; ich fühlte, wie ich im Innern nach und nach verblutete. O Gott, und ſie war ſo reizend heiter, ſo mädchen⸗ haft fröhlich. Zufällig fragte ich ſie nach ihrer Lieb⸗ lingsblume.
„Dieſe blüht jetzt noch nicht.
„Alſo die Roſe?
„Sie ſchüttelte lächelnd das Haupt.
„Eine Herbſtblume?
„So iſt es.
„Die Aſter?
„Das iſt mein Liebling— ſprach ſie— die ein⸗ fache Aſter, die, wenn uns alle Blumen verlaſſen, in den herbſtlichen Nebeln ſo tief innig zu uns aufblickt. Sie iſt gleichſam der letzte Traum des untergegange⸗ nen Frühlings; ſie blüht einſam an der Grenze des ſchönen Blumenreichs, ahnungsvoll und durchgeiſtet, wie keine ihrer geſtorbenen Schweſtern; ſie iſt die prophetiſche Verkündigerin eines Frühlings, der nicht auf Erden blüht, und darum mehr Symbol als Blume. Gucken Sie ihr einmal aufmerkſam in die Augen, werden Sie das Alles finden.
„Seltſam ergriffen frug ich: Und ſo kann die ro⸗ ſenlaunige Eliſabeth ſo ernſten Betrachtungen ſich hingeben?
„Sie ſchien ihre ernſtete Rede zu bereuen und ſchnell in Scherz übergehend, antwortete ſie: Warum


