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um ungekränkt Gott nach ihrer Art zu dienen und durch Arbeitſamkeit ihr Leben zu friſten, ohne Schwert⸗ ſchlag in rieſenhafter Progreſſion ein großes Volk empor, das zwiſchen den Klippen des Feudalgeiſtes und der Intoleranz glücklich hindurchſchiffend, zur Ehre der Menſchheit den Beweis führt, daß Mord und Raub nicht die einzigen Wege ſeien, auf denen die Staaten ihrer Entwickelung entgegen gehen. Die geſunden Zweige des geſellſchaftlichen Zuſtandes der alten Welt wurden gleichſam auf neuen, fruchtbaren Boden verpflanzt. Die alten Erbübel konnten hier nicht gedeihen. Mag nun dereinſt die bis zum Ueber⸗ maße gewachſene Bevölkerung durch den Einfluß der großen Landbeſitzer und des unter ihnen einreißenden Luxus die Staaten ihrer endlichen Auflöſung entge⸗ gen führen— die Grundlagen der Urverfaſſung wer⸗ den dauern für alle Zeiten. Die Lehren einer wah⸗ ren, vernunftgemäßen Freiheit, wie ſie Washington, Kosciusko, Lafayette mit ihrem edeln Blute befiegel⸗ ten, werden unvergeſſen bleiben.
„Ich reichte ſchweigend dem Freunde die Hand. Eliſabeth blickte ſinnend vor ſich hin. Das Geſpräch nahm eine andere, weniger ernſte Richtung. Wir wurden wieder heiter. Eliſabeth nahm Theil an der Unterhaltung, doch die Roſenlaune erhielt ſie nicht wieder. Ich vernahm wieder den Zauber ihrer Rede. Erſt ſpät, nachdem der Abendſtern lange geſunken war, trennten wir uns.
„Als ich auf mein Zimmer kam und allein war, blickte ich noch lange in die duftende Nacht hinaus; Garten und Park ruhten im ſchweigenden Dunkel. Oben zogen die Sterne. Nie war mein Innerſtes ſo bewegt geweſen als in dieſem Augenblicke. Ich hatte nur einen Gedanken und der war— Eliſa⸗


