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„Niemand— rief er— hat das junge Licht jen⸗ ſeits des Oceans mehr zu ſcheuen und verabſcheut es mehr, als der Hof zu Verſailles; aber die geheime Schadenfreude, den Todfeind ſich verbluten zu ſehen, überwiegt doch noch den Abſcheu vor jenem Volks⸗ aufſtande. Dergleichen Sünden gegen die Natur rächen ſich als die fürchterlichſten; und in den Flam⸗ men des von ihm angeſchürten amerikaniſchen Frei⸗ heitskrieges leuchtet dem alt-franzöſiſchen Königthume die eigene Todesfackel. Die Nemeſis iſt Vorſehung.
„Als ich gegen die klare, mild und überzeugende Widerlegung des Freundes mit all' meinem Enthu⸗ ſiasmus nicht auskam, und in Folge des Geſpräches wieder ein paar hohe Ideale zuſammengebrochen wa⸗ ren, rief ich ſchmerzlich: Sehen Sie, Eliſabeth, da hat er mir wieder ein heiliggehaltenes Bild, das mich ſo oft geſtärkt und begeiſtert, in Trümmer geſchlagen: — iſt denn Alles nur ſchöner Traum?
„Eliſabeth, die ſeit meinen feurigen Worten für Freiheit und Völkerwohl, ernſter und ſtiller gewor⸗ den, blickte, wie aus einem Traume erwacht zu mir auf.
„Nicht Alles iſt Traum!— ſprach ſie leiſe, wie für ſich. Aber es lag was ſeltſam Ergreifendes in den paar Worten und dem Tone, in welchem ſie ſprach.
„Adalbert, indem er das angeregte Thema fort⸗ ſpann, trat auch hier wieder verſöhnend und be⸗ ruhigend in's Mittel. Er erkannte die unermefliche Wichtigkeit des Freiheitskampfes und den Segen, den er für die geſammte Menſchheit haben werde.
„Vor den Augen unſers erſtaunten Welttheils— ſchloß er— ſtieg auf nie geſehene Weiſe aus einem Häuflein dürftiger Wanderer, die ſich hier anſiedelten,


