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Und ſie wanderten drei Tage lang durch den Früh⸗ ling, kehrten ein in befreundeten Stätten und ge⸗ langten am Abend des dritten Tages, als ſich die Schatten über die Thäler legten, nach Buchenthal. Das war ein altes von mächtigen Kaſtanienbäumen ganz umhülltes Landhaus. Einſam ſpielte der Abend⸗ wind in den dunkeln Kronen; ſonſt war Alles todt und erſtorben. Die grünen Jalvuſieen, welche einſt anmuthig durch die Zweige leuchteten, waren ver⸗ blichen und feſt verſchloſſen. Auf der Schwelle des Hausthors wuchs Gras und überall aus den Mauer⸗ ritzen quoll das Moos üppig hervor.
Die Wanderer mußten wiederholt klopfen an der altergrauen Hauspforte. Man hörte die Schläge des eiſernen Klopfers laut wiederhallen im Innern. Da näherten ſich langſam Fußtritte; ein Schlüſſel drehte ſich knarrend in dem verroſteten Schloſſe; mühſam ward die Thür geöffnet und ein Greis, tief in den Achtziger⸗Jahren, hieß die Ankömmlinge willkommen.
„Alſo doch Wort gehalten!“ ſprach er leiſe, eine ſtille Heiterkeit verklärte ſein Antlitz und er führte die Wanderer in wohlerhaltene Gemächer, wo Alles zu ihrer Bequemlichkeit bereit ſtand.
Am andern Tage— der ſchönſte Frühlingsmor⸗ gen war aufgeblüht— weit und breit leuchtete und duftete es über Berg und Thal, ſah man Andreas allein hinabgehen in den Garten. Hier war aber Alles verwildert und verwachſen; die einſt ſo ſauber gehaltenen Pfade mit Wegbreit dick überſponnen und von den fröhlichen Beeten der Tulpen und Narziſſen nichts mehr zu erblicken.
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