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ſie allein waren, die unſelige Einbildung wegen des Todtenbaumes läßt an kein Beſſerwerden denken, und wenn es nicht gelingt, dieſer Seelenkrankheit Herr zu werden, müſſen wir uns auf das Schlimmſte gefaßt machen, und ich bürge nicht acht Tage für ihr Leben.“
„Und ſo wäre keine, keine Rettung?“ rief der Baron, der ſeinen lauten Schmerz nicht länger zu⸗ rückzuhalten vermochte.
„Ein einziges Mittel noch gibt es,“ ſprach der Arzt langſam und nachdenkend.
„Und das iſt?“ frug der Baron mit Haſt des Doctors Hand ergreifend.
„Ein etwas ſeltſames,“ entgegnete dieſer. Nach einer Pauſe frug er:„Herr Baron, hab' ich völlig freie Hand?“
„Retten Sie meine Tochter, und fragen Sie nicht!“
„Wohlan,“ ſprach der Doctor,„ſo bitt' ich um Ihren Parkſchlüſſel.“
Verwundert blickte einen Augenblick der Baron auf den Arzt, als dieſer ruhig wiederholte:„den Schlüſſel zu Ihrem Park auf dem Gute.“
Der Baron eilte, ſolchen zu holen.—
Adeline war erwacht. Wie ſchön, wie himmliſch ſchön war ſie. Die ſchmerzloſe Krankheit hatte keinen der holdſeligen Züge verlöſcht; die Nähe des Todes aber eine leiſe rührende Wehmuth über das Engels⸗ antlitz verbreitet. Und mit welch' frommer Ergebung blickte ſie der dunkeln Pforte entgegen. Das Mäd⸗ chen glich einer kleinen Heiligen.
Aber, o weibliche Eitelkeit, wie groß biſt du; ſelbſt am Rande des Grabes übſt du deine Macht über die Beſten des Geſchlechts.
„Mutter, gute Mutter,“ ſprach Adeline ſanft und bittend,„nicht wahr, Du läßt mir meine dunkeln


