Teil eines Werkes 
5. Band, Moosrosen : Novellen und Erzählungen : [1] (1853)
Entstehung
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vor zwei Jahren aus dem Walde heimführte, in wel⸗ chem wir uns verirrten. Wir beſuchten ihn auch nach⸗ her einmal; Du wiegteſt noch den kleinen Fritz, der jetzt ein wahrer Springinsfeld geworden iſt.

Nachdem ſich Adeline beſonnen hatte, fuhr die Schweſter fort:Nun dieſer gute Kilian beſitzt ein ſchönes Stück Wieſe, das hart an unſerm Felde ge⸗ legen iſt. Schon immer ging ihn daher der Vater an, es uns käuflich zu überlaſſen, aber Kilian konnte ſich nicht entſchließen. Vor Kurzem nun erbt der gute Kilian von ſeiner uralten Großmutter, ſo daß er be⸗ wußtes Wieſenſtück leichter entbehren kann. Er er⸗ klärt dies Herrn Felix und dieſer, im Voraus gewiß, welche angenehme Nachricht dies unſerem Vater ſein wird, ſetzt ſich ſogleich in ſeinen Wagen und kommt hereinkutſchirt. Am andern Tage mußte aber der Va⸗ ter ſelbſt auf's Gut, um den Handel abzuſchließen. Iſt Euch das klar?

Ich ahnte ſo etwas, ſprach die Mutter,aber Felir ſollte nicht ſo geheimnißvoll thun, als ſei Wun⸗ der etwas vorgefallen.

Das iſt ja mein Aerger, fiel Pauline ein,uns Alle ſo auf die Folter der Neugier zu ſpannen. Aber wir rächen uns. Doch wie dies anfangen? Adelchen, denk' ein Biſſel nach und Du auch Mütterchen.

Paulinens Racheplan ward durch den Eintritt des Arztes und des Barons unterbrochen.

Nun, meine ſchöne Patientin, frug Erſterer, wie geht es heut?

Gott ſei Dank! recht leidlich, verſetzte die Mut⸗ ter und Adeline lächelte bejahend.

Der Doetor begann die übliche Katechiſation, die dermaßen zu ſeiner Zufriedenheit ausfiel, daß er ſcher⸗ zend äußerte, man möchte bald auf des Fräuleins