Teil eines Werkes 
5. Band, Moosrosen : Novellen und Erzählungen : [1] (1853)
Entstehung
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hob die Rechte auf und rief im dumpfen befehlenden Tone:Schwört!

Wir ſchwören, tönte es zähneklappernd aus Ei⸗ nem Munde.

Nicht zu verrathen!

Nicht zu verrathen.

Was ich Euch entdecken werde.

Was Du uns entdecken wirſt.

Nun ſo wißt denn begann Lips leiſe und geheimnißvoll Adelinens Geburtstagsbaum Ihr kennt ihn doch?

Weiter, weiter, drängte das weibliche Publicum, das Schrecklichſte ahnend.

Nun, der blüht wie ein weiß Tuch, accurat wie ein weiß Tuch, Frau Catharina, das Schin⸗ kenbein.

Jetzt brach der allgemeinſte Jammer los, indeß ſich der Trauerbote unverzüglich an ſeine Spende machte. Das Händeringen und Wehklagen war un⸗ beſchreiblich.

Was wird meine Nutter: ſagen, ſchluchzte Chri⸗ ſtel. Aber wie der böſe Feind ſetzte Lips aus dem Hinterhalt hervor mit hochgehobenem Schinkenbein.

Haſt Du nicht geſchworen? frug er grimmig.

Liſette war indeß die erſte, welche ſich von ihrem Schmerze inſoweit erholte, um ihre nächſte Aufmerk⸗ ſamkeit Lipſens naſſer Kleidung zu ſchenken, die die⸗ ſer ſo eben am Heerde zu trocknen bemüht war.

Wo biſt Du denn ſo naß geworden? frug ſie.

Ja, das iſt eine ſeltſame Hiſtorie, erzählte der Laufburſche.Nachdem ich meinem Verſprechen gemäß dem gnädigen Herrn und Felixen nachgekrochen durch mein Loch unter der Baumwand, woran ich acht Tage gearbeitet wie ein Bär, verfolgte ich die Beiden in