Teil eines Werkes 
5. Band, Moosrosen : Novellen und Erzählungen : [1] (1853)
Entstehung
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alſobald zurück, um der Rathsverſammlung das My⸗ ſterium zu publiciren, ſondern ſchlug den entgegenge⸗ ſetzten Weg nach dem Walde ein.

Jetzt brach die Rebellion in der Küche aus.

Liſette ergriff in der erſten Wuth das lange Tranchir⸗ meſſer und wollte dem Verwalter nach, rannte aber, als ſie zur Thür hinauseilte, an Lips, der naß wie eine gebadete Maus vor ihr ſtand. Mit einem Schreckensausruf ließ ſie das Meſſer fallen und ſprang in die Küche zurück.

Aber wie ein Aal fuhr jetzt der triefende Lips herein und tanzte in höchſt ſeltſamen Capriolen bald auf einem Beine, bald auf zweien in der Küche her⸗ um, unter fortwährenden abgebrochenen Ausrufungen: Ei, du mein Himmel! ach, daß Gott! ach du lieber Gott! o Jemine! v Jemine! wer hätte das gedacht! welche ſämmtlich dahin deuteten, daß er die Entdeckung des großen Geheimniſſes gemacht, aber über die Ent⸗ ſetzlichkeit deſſelben noch gar nicht recht zu Verſtande kommen könne.

Lips, himmliſcher Lips, beſchwor Liſette,heraus damit, heraus.

Aber Lips tanzte fort unter beſtändigen:Ei du lieber Gott! v Jemine, o Jemine! und ſchnippte da⸗ bei fortwährend mit der rechten Hand in der Luft.

Catharina nahm jetzt unſtreitig zu dem probate⸗ ſten Mittel ihre Zuflucht, um den Zauber in Lipſens

Füßen zu bannen und den Jungen zum Reden zu bringen. Sie holte das koſtbare Schinkenbein, hob es in die Höh' und ſprach:

Lips entweder oder

Das wirkte. Lips ſtand, richtete ſich hoch empor, ſah mit ſchrecklichem Geſicht eine nach der andern an,

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