Teil eines Werkes 
5. Band, Moosrosen : Novellen und Erzählungen : [1] (1853)
Entstehung
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meine Arm ſchließen, als ich mich abermals vom neu⸗ gebackenen Herzensfreunde gevackt fühlte.

Bombenelement! rief eſo ſperre die Augen auf, das iſt ja mein Malchen.

Ja ſo, ſtotterte ich, verlegen mich zurückziehend, und machte eine um Verzeihung bittende Verbeugung.

Alle mußten lachen. Ich aber faßte den Haupt⸗ mann am Arm, und ihn auf die Seite ziehend, raunte ich:Zum Guckuck, was ſoll daraus werden? Und wenn Du mich auf die Folter ſpannſt, ich weiß nicht, ob ich meine oder Deine Braut vor mir habe. Wie findeſt Du denn die Deinige heraus?

Haſt Du nicht bemerkt, gab er zurück,daß ſie, als ſie herantrat, die Hand einen Augenblick auf die Bruſt legte? Dies iſt das Zeichen.

Schön, war meine Antwort,dann werde ich die meine gleichfalls telegraphiſch abrichten, ſonſt ſind wir keinen Augenblick ſicher, einander in's Gehege zu gerathen.

Das luſtige Wiehern meines treuen Rappen, der unterdeß aus dem Gaſthofe abgeholt worden und⸗ in ein edleres Abſteigequartier eingeführt werden ſollte, lockte mich an's Fenſter. Da ſtand unter der Haus⸗ thüre Emilie, welche gleichfalls ihre Freude an dem braven Thiere zu haben ſchien. Schnell warf ich meine Blicke nach Amalien, die noch in der Stube anweſend, und als ich mich von ihrer leibhaften Gegen⸗ wart überzeugt hatte, ſprach ich zu mir:

Jetzt kannſt Du auf keinen Fall irre gehen; und ich eilte hinab zu Emilien. Leider war aber das himmliſche Kind ſchon wieder verſchwunden. Meine

Blicke ſuchten aller Orts nach dem himmelblauen Kleide.

Vergebens; ſo blieb mir vor der Hand nichts übrig, als die neue Wohnung meines edlen Rappen in Au⸗