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ſchönen herrſchaftlichen Gutsgebäude, das gaſtlich zwi⸗ ſchen himmelhohen Linden hervorlugte, immer näher.
„Ich war endlich zur Nutzanwendung meiner Phi⸗ loſophie gekommen.
„Das Beſte iſt,“ ſprach ich entſchloſſen zu mir, „ich verzichte gänzlich auf den Anblick der mir zuge⸗ dachten Braut, mag ſie hübſch ſein oder nicht. Ich werde Herrn Wolbrecht um ein Privatiſſimum bitten, ihm reinen Wein einſchenken und ſo ſchleunig als möglich wieder dahin zurückkehren, wo ich hergekom⸗ men bin. Mag dann mein Alter brummen, ſo viel ihm beliebt; ich werde ihm rund heraus erklären, daß ich auf Fräulein Wolbrecht verzichten müſſe, indem ich Herz und Hand bereits verſprochen hätte; und zwei Frauen mit Einemmale könne ein Mann nicht hei⸗ rathen, ſelbſt, wenn Beide Engel wären, denn die wür⸗ den ſich nicht vertragen; dieſes habe das Chriſtenthum eingeſehen und ſeine desfalſigen Verbote ergehen laſſen.“
„Unter dieſen und ähnlichen ernſtlich gefaßten Ent⸗ ſchlüſſen war ich ſammt meinem Rappen dem freund⸗ lichen Dörfchen, das zum Gute gehörte, ganz nahe gekommen.
„Ich ſchaute mich um, ob nicht irgendwo eine Art Wirthshaus zu entdecken ſei, und war ſo glücklich, endlich am Ende des Dorfes ein derartiges zu er⸗ blicken. Sofort lenkte ich meine Schritte oder viel⸗ mehr die meines getreuen Bukephalus nach dem er⸗ wünſchten Ort, zog den Rappen vor die heuduftende Krippe, ſtärkte mich durch einen erquickenden Trunk und ordnete nach beſten Kräften meine Toilette zur bevorſtehenden Viſite bei Herrn Wolbrecht, um mit aller Kraft meiner Energie die bevorſtehende Schwie⸗ gervaterſchaft abzuwenden.


