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er hat Euch des Guten ſo viel erzeugt; auch Euern letzten und höchſten Wunſch zu erfüllen, liegt nicht außerhalb ſeiner Allmacht und Güte.“
„Mein Johannes,“ Gwiederte der Greis,„ich ver⸗ traue aus vollem Herzen auf unſern grundgütigen Gott; aber Unmögliches von ihm zu verlangen oder zu hoffen, ſcheint mir eine übermüthige Verſuchung ſeiner Güte.“
„O, mein Vater,“ ſprach der Verkündiger des göttlichen Worts, nicht ohne ſanften Vorwurf:„Klein⸗ muth geziemt uns, denen die Liebe Gottes in ſo reichem Maße zu Theil ward, am allerwenigſten. Wenn wir nicht vertrauungsvoll zu ihm aufblicken wollen, wer ſollte es? Wohl iſt die Zeit der Wunder vor⸗ über; aber die Wege des Herrn bleiben darum oft wunderbar, wie wir ja Beide erfahren haben.“
„Die Wege des Herrn ſind wunderbar, wohl wahr, mein Johannes,“ ſprach geſtärkt der Greis und faltete fromm die Hände.
Eine tiefe Stille folgte; nur von dem fernen Klange einer Abendglocke, die himmliſch mild, wie der Bote einer ſchönern Welt, durch die Blüthen tönte, unterbrochen.
Da entſtand mit einem Male ein wunderlicher Lärm in dem an den Garten grenzenden Hofraume. Man hörte bekannte Stimmen rufen, eifriges Hunde⸗ gebell; plötzlich ward die Gartenthür aufgeriſſen; Fritz Erasmus ſtürzte herein und lief, als wär' er dreißig Jahre jünger, ſpornſtreichs den Hauptgang entlang auf die Jelängerjelieberlaube zu. Johannes, der, ein Un⸗ glück befürchtend, ihm erſchrocken entgegen kam, ward von dem Eilfertigen ſtürmiſch umarmt, geküßt und zur Laube gezogen. Hier ging's an ein Umarmen des alten Bruders Peter. Vergebens erkundigten ſich


