der in Noth geräth. Uebrigens lebt er ganz glück⸗ lich, und ſeit dem Tode ſeiner braven Gattin vor mehrern Jahren, wüßte ich kein Mißgeſchick, ſo ihn getroffen hätte. Seine Kinder ſind alle wohl verſorgt.“
Eine Thräne war dem fremden Manne in die Augen getreten.„Nein, Du Edler,“ ſprach er für ſich,„Dein Vertrauen auf gute Menſchen hat Dich nicht betrogen.“ Dann wandte er ſich zu dem guten Hirten, dem er die Hand reichte:
„Herzlichen Dank, mein Freund, für Eure Mit⸗ theilung; jetzt aber zeigt mir vor allen Dingen den Weg, wie ich zum guten Fritz gelange; die Sonne neigt ſich zum Untergange.“
„Der Tauſend,“ rief hocherfreut der alte Mann,„wohl gar ein guter Freund des braven Fritz?“
„Ja wohl, mein Alter!“
„Nun das wird Freude geben. Kommt, lieber Herr;“ und mit der Rüſtigkeit eines jungen Burſchen geleitete der alte Schäfer den Wanderer durch das Geſträuch bis zu dem Pfade, der mitten durch frucht⸗ bare Saaten nach dem freundlichen Gute führte.
„Auf Wiederſehen,“ ſprach der fremde Herr freund⸗ lich,„ich verweile ein paar Tage hierſelbſt;“ und wandelte den beſchriebenen Weg dahin; der Alte aber kehrte gar freudig geſtimmt zu ſeiner Heerde zurück.
Die Sonne war geſunken, der ſchönſte Frühlings⸗ abend auf die blühende Schöpfung herabgeſunken. Aus Glocken und Kelchen duftete es balſamiſch.
Der alte Peter Erasmus ſaß auf ſeinem Lieblings⸗ plätzchen in der Jelängerielieberlaube, in heiterer Ruhe den ſchönen Abend genießend. Da trat ſein Schwie⸗
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