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haben; denn iſt die Gemeinde auch nicht wohlhabend, läßt ſie doch dem geliebten Seelſorger nichts abgehen. Aber die Armen bekommen in der Regel die größte Hälfte von Allem, was da einläuft in die Caſſe, in Küche und Keller.“ 8
„Und Fritz Erasmus?“ frug etwas zögernd der Unbekannte.
„Ei ſehen Sie ihn denn nicht, wie er dort unten in den Weinſtöcken rüſtig wirthſchaftet,“ verſetzte eifrig der Alte. Das iſt ja der gute Fritz, und die Blonde, die ihm hilft, iſt Thereschen, ſein jüngſtes Töchterlein, und Oswald, der den Salat begießt, der Stammhal⸗ ter Nummer Eins von unten herauf. Ich hab's im⸗ mer geſagt,“ fuhr der unermüdliche Biograph fort, „es find alles herrliche Leutchen, zumal Paſtors— aber Fritz, der bleibt doch der Beſte. Sein Sprich⸗ wort iſt:„„Mein Vertrauen auf gute Menſchen hat mich nie betrogen,““ und er iſt dem Spruche treu geblieben ſein Lebelang, obſchon ihn derſelbe einmal ſein ganzes Vermögen gekoſtet, und Fritz in große Noth und Trübſal gerieth. Er hatte vor langen Jahren Bürgſchaft geleiſtet mit ſeiner ganzen Habe für einen Freund, um dieſen vom Untergange zu ret⸗ ten. Der Freund ward aber zum Betrüger; Fritz verlor Alles; boshafte Leute höhnten ihn mit ſeinem Sprichwort; er lächelte, arbeitete um ſo fleißiger und vertheidigt noch heut zu Tage mit hundert Gründen ſeinen Freund, der ihn um Alles betrogen. Nach Jahre langem Fleiße brachte er das Gütchen an ſich. Es war im miſerablen Zuſtande, Schulden auf Schul⸗ den; aber Gott half; es iſt jetzt ganz ſein und nährt ſeinen Mann. Auch mit Fritzen könnte es beſſer ſte⸗ hen, wenn er nicht wie Paſtors, mit Jedermann theilte,
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