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klammernd, herzend und küſſend. Er ſchalt und ſpek⸗ takelte mit Thränen in den Augen, daß man ihn los⸗ laſſen ſollte, und war nur beſorgt, daß ſein armer Gaſt ſogleich ein weiches und warmes Plätzchen hin⸗ ter dem Ofen erhalte.
Alsbald praſſelte ein luſtiges Feuer im Oeſfchen, und der gewürzige Thee begann ſein ahnungſüßes Summen. Johannes aber machte ſich jetzt an die Vertheilung der Geſchenke, die er von ſeiner Reiſe mitgebracht. Er hatte Keines ſeiner Lieben vergeſſen; er hatte ſich's ſelbſt abgedarbt, um Jedem eine Freude zu machen.
Ueber dieſen unverhofften heiligen Chriſt, beſtand er gleich aus den unbedeutendſten Kleinigkeiten, er⸗ hob ſich neuer Jubel unter den Geſchwiſtern.
„O, du guter, lieber Bruder,“ tönte es von den Lippen der Glücklichen, und Erasmus blickte mit ge⸗ falteten Händen in das kleine Himmelreich, und ſeine Thränen floſſen ſanft. Als aber die Geſchwiſter vor dem Zubettegehen alle laut und fromm das Vater⸗ unſer beteten, betete es Erasmus mit, laut und in⸗ brünſtig, wie er nie gebetet in ſeinem Leben.
Als Erasmus nach langem und geſundem Schlafe aus dreiwöchentlichem Fiebertraume zum Bewußtſein erwachte, kniete Seraphine an ſeinem Lager. Das Mädchen ſtieß einen Freudenruf aus und Thränen rannen aus den ſchönen Augen.
Der Vater reichte ihr ſelig lächelnd die Hand, die ſie mit Küſſen bedeckte, und ſprach leiſe:„Es gibt eine Unſterblichkeit.“
„O, du guter, guter Vater!“ rief ſie überglücklich.
„Aber, meine Tochter,“ ſetzte er nach einer Pauſe hinzu und begann zu ſtocken; ſein Blick ſenkte ſich


