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Alle Bemühungen, den Retter Seraphinens aus⸗ zukundſchaften, waren vergebens geblieben. Die Leute, in deren Wohnung das Mädchen aus ihrer Ohnmacht erwachte, hatten ihn nicht erkannt, und er ſelbſt war, trotz der öffentlichen Aufforderung des reichen Banquiers Erasmus, nicht ſichtbar geworden. Der Buchhalter wußte auch weiter nichts zu erzählen, als von einem jungen athemloſen Menſchen, der den Un⸗ fall berichtet und ihn zugleich beſchworen, dem Vater nicht unnöthige Sorge zu machen, da das Fräulein in kurzem ſelbſt wohlbehalten ankommen werde.
Der alte Erasmus ſchüttelte nachdenklich das Haupt. Solche Fälle hatte er wohl in ſeiner Ju⸗ gend in Entſagungsromanen geleſen, in der Lebens⸗ praxis waren ſie ihm nicht vorgekommen. Uebrigens konnte dem ſtolzen Manne nichts erwünſchter kommen,
als dieſes großmüthige Inkognito eines Proletarier,
der auf Seraphinen mehr als einen blos vorüber⸗ gehenden Eindruck zurückgelaſſen hatte. Das Mäd⸗ chen war ſeit der verhängnißvollen Spazierfahrt ſicht⸗ bar ernſter und ſtiller geworden. Erasmus glaubte daher, daß es das Beſte wäre, wezn ſie ihren Ret⸗ ter gar nicht wieder zu Geſicht be omme; in ſeinen Gedanken wünſchte er ihn in's Pfefferland. Je reif⸗ licher er aber über den eurioſen Fall nachdachte, deſto klarer wurde es ihm, daß der Unbekannte ein Son⸗ derling, wenn nicht gar ein Narr ſei.—
„Siehſt Du, Vater,“ ſprach eines Tages Sera⸗ phine,„wie unrecht Du von meinem Retter dachteſt, als Du glauben konnteſt, er werde ſeine ſchöne That bezahlt nehmen.“
„Nach meinem jetzigen Dafürhalten,“ erwiederte Erasmus,„glaub' ich ſicherlich, daß er unmittelbar
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