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chen lachend zuſammen,„das iſt ſcharmant, da hab' ich ſchon einen.“
„Wie?“ fragte Erasmus.
„Der junge Baron Alphons hat mir zugeſchwo⸗ ren, daß es eine Unſterblichkeit gibt.“
„Was ſagſt Du, zugeſchworen?“
„Ganz recht, es war vor acht Tagen in der Svirée bei Geheimeraths—“
„Weiter“— drängte der erwartungsvolle Papa.
„Du ſpielteſt Whiſt im Nebenzimmer, ich ſaß im großen Saale, Alphons ſtand vor mir.“
„Weiter— weiter—“
„Er ſagte, er brauche nur in meine Augen zu ſehen, da ſtünd' es deutlich.“
„Was?!“ ⸗
„Nun, von wegen der Unſterblichkeit.“
„Dummes Zeug!“ rief ärgerlich der getäuſchte Alte.
„Gewiß! Guck nur ſelbſt hinein.“ Das Mäd⸗ chen blickte treuherzig mit den beiden Himmelsblumen zu ihm auf.
„Einbildung.“
Erasmus ging verdrießlich ein paarmal im Zim⸗ mer auf und ab; dann blieb er vör der ſchönen Toch⸗ ter ſtehen.„Apropos,“ fragte er,„glaubſt denn Du an eine andere Welt?“
Seraphine ſchlug verwundert die Hände überm
Kopfe zuſammen:„Nun, das verſteht ſich doch.“
„So?!“ fragte der Vater in ſeltſamem Tone; doch gleich beſann er ſich:„Warum verſteht ſich denn das, mein Kind?“
„Je nun, weil alle Leute daran glauben.“
„Alle?!“ platzte er wieder ziemlich ſkeptiſch heraus. Er brach aber das Geſpräch ab und ſprach von an⸗
dern Dingen.


