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war der an Nurmahal. Es verging kein Tag, wo er nicht wiederholt von ſeinem jungen Freunde ſprach und ſich angelegentlich erkundigte, ob derſelbe nicht bald von Paris zurückkehren werde und warum er nicht ſchreibe.
Endlich konnte man nicht umhin, den Wiederge⸗ neſenen mit dem traurigen Schickſal des treuen Die⸗ ners bekannt zu machen. Clemence ſelbſt übernahm das ſchwere Geſchäft und erzählte ihm ſo ſcho⸗ nend wie möglich, wie er(Camille) und Nurmahal ſchwer verwundet und im bewußtloſen Zuſtande vom Pfarrer Benedictus, den ſein Beruf des Wegs daher geführt, gefunden und nach dem Pfarrhauſe des Dörf⸗ chens Melani gebracht worden ſei Das Gerücht von der grauſenerregenden That ſei nach Saint Maurice gedrungen, worauf ihr Vater ſich ſogleich aufgemacht und in dem einen der Schwerverwundeten ſeinen Mün⸗ del erkannt habe. Zugleich ſei durch einen der ent⸗ ſprungenen Meuchelmörder, der von den Gerichten ein⸗ gefangen worden, an den Tag gekommen, daß der Che⸗ valier Lacoſte die Mordgeſellen zur Vernichtung Re⸗ nouard's gedungen habe.
„Seit mein Vater,“ fuhr Clemence in ihrer Er⸗ zählung fort,„ſich von der Wahrheit dieſer Ausſage überzeugt hatte, war ſein Sinn ganz umgeändert. Von dem Chevalier, der in der Stille beerdigt wurde, war keine Rede mehr, und meines Vaters eifrigſtes Be⸗ ſtreben ging nur dahin, Euch zu retten. So wie Eure Wunden es einigermaßen erlaubten, trug er Sorge, daß Ihr nach Saint Maurice gebracht wur⸗ det. Leider erlaubten die ſchweren Wunden Eures Dieners ein Gleiches nicht. Er verſchied nach einigen Tagen im Pfarrhauſe von Melani unter dem Gebete des frommen Pater Benedictus.“


