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wundet einige Meilen von hier gefunden worden, auf das gaſtfreundlichſte aufgenommen, Euer Vetter und zugleich ein Liebling Bonaparte's?“
„Auch ich ahne einen ſolchen Zuſammenhang,“ verſetzte Montreuil,„und ich muß geſtehen, daß mich eine ſolche rückſichtsvolle Aufmerkſamkeit mehr als alles Andere dem General Bonaparte verpflichten könnte.“
Der Schloßherr ging nach dieſen Worten mehrere Male ſchweigend auf und ab.
„Ich wiederhole es,“ fuhr er fort,„ich hege keine Feindſeligkeit mehr gegen das gegenwärtige Regiment; ſelbſt einer Verſöhnung bin ich nicht abgeneigt. Gleich⸗ wohl begreift Ihr, daß ich als ein zeitheriges Partei⸗ haupt des geſtürzten Royalismus nicht—“
„Entgegenkommen könnt,“ fiel Laroſſoſſinier eif⸗ rig ein;„wohlan, man ſoll Euch entgegenkommen, und darauf verlaßt Euch. Ich eile unverzüglich nach Paris; es iſt zwar meine erſte politiſche Miſſion, doch obſchon ich nichts von Diplomatie verſtehe, weiß ich doch ſoviel, daß ſie mir diesmal nicht mißlingen wird. Mit den meiſten dermaligen Regierungshäuptern bin ich perſönlich befreundet und mit Bonaparte rede ich im Namen Renouard's.“
„Wackrer Mann,“ erwiederte der Scloßrr be⸗ wegt, auf den Profeſſor zutretend und ihm die Hand drückend,„Ihr ſprecht einen meiner innigſten Wünſche aus. Ich werde Euch immer für Euern Dienſt ver⸗ pflichtet bleiben, ſelbſt wenn er das gewünſchte Re⸗ ſultat nicht haben ſollte.“
„Er wird es haben,“ ſprach Laroſſoſſinier auf⸗ ſtehend;„ich gehe, um Alles für die ſchleunige Reiſe vorzubereiten.“
Von Montreuil geleitet, ſchritt er eilfertig nach der Thür. Plötzlich blieb er ſtehen.


