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Mädchens voll liebender Angſt auf den Profeſſor; doch dieſer tröſtete.
„Die Sache hat nichts auf ſich,“ ſprach er;„bei der großen Schwäche des Kranken ſind Erſcheinungen dieſer Art kein Wunder. Laſſen wir ihn ruhen. Die Kriſis iſt glücklich überſtanden und nichts mehr zu befürchten. Binnen vierzehn Tagen iſt er vollkommen hergeſtellt.“
Während Clemence und der Profeſſor ſich über den Zuſtand des verwundeten Renouard leiſe unter⸗ hielten und Erſterer wiederholt verſicherte, daß bei der ungeſchwächten Jugendkraft des Kranken ſchlechterdings keine Gefahr mehr vorhanden ſei, öffnete ſich geräuſch⸗ los die Thür und Herr von Montreuil ward ſichtbar. Er winkte dem Profeſſor und verſchwand mit derſel⸗ ben Behutſamkeit, mit welcher er gekommen war.
Als Laroſſoſſinier Herrn von Montreuil auf deſſen Zimmer gefolgt war, mußte er ſich niederſetzen und der Schloßherr ging wiederholt auf und ab. Er ſchien dem Profeſſor Mittheilungen machen zu wollen und noch nicht mit ſich einig, wie er den Anknüpfungs⸗ punkt finden ſollte. Endlich blieb er vor dem Pro⸗ feſſor ſtehen und ergriff deſſen Hand.
„Ich habe Euch,“ begann er,„in der kurzen Zeit Eures Hierſeins als einen ſo durchaus rechtſchaffenen Mann kennen gelernt, daß ich mich gewiß nicht täuſche, wenn ich in einer Angelegenheit, bei der es ſich um mein Wohl und Wehe handelt, Vertrauen zu Euch faſſe.“—
Laroſſoſſinier machte ein verbindliches Compliment, obſchon er nicht begriff was Herr von Montreuil mit den letztern Worten ſagen wolle..
„Was ſoll ich Euch's länger verſchweigen,“ fuhr der Schloßherr fort,„da es ſelbſt der Regierung kein


