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ſank bewußtlos zuſammen. Sein Blut benetzte die kalte Erde.
Ein gellender, herzzerſchneidender Wehruf durch⸗ drang die Luft. Er kam von Nurmahal, welcher ver⸗ zweifelt auf den Gefallenen ſich ſtürzen wollte, als eine zweite Kugel ihn ſelbſt traf. Seine Knie bra⸗ chen; auch er ſank zu Boden.
Noch hatte ſich der Pulverdampf nicht verzogen, als der unſichtbare Schütze, der Chevalier Lacoſte, ei⸗ nen blanken Hirſchfänger in der Hand, hinter einer Felſenecke hervortrat.
Mit Zufriedenheit überſchaute er ſein Werk.
„Endlich,“ ſprach er mit entſetzlicher Ruhe und
ſchritt langſam auf die Gefallenen zu, um, damit er,
ſeiner Sache gewiß ſei, Renouard den ſcharfen Stahl in die Bruſt zu ſtoßen.
Nurmahal, obſchon ſeine ſchönen Augen ſich zu umſchleiern begannen, gewahrte das Herannahen des Furchtbaren. Er ahnte die Abſicht; ſeine tiefinnerſte Seele erbebte. Mit übermenſchlicher Kraft raffte er ſich empor und in demſelben Augenblicke, als Lacoſte den Hirſchfänger zum Todesſtoße über Renouard's Bruſt emporhob, taumelte er, von Nurmahal's Dolche getroffen, geiſterbleich zurück.
„Schwarze Beſtie,“ knirſchte er, und gab mit letz⸗ ter Wuth den Stoß zurück, worauf er leblos zu Bo⸗ den fiel. Auch der ſchwer getroffene Nurmahal ſank dahin; doch blieb ihm noch ſo viel Kraft, ſich bis zu dem in tiefer Ohnmacht liegenden Renouard zuſchlep⸗ pen, auf deſſen Bruſt er ſein todtmüdes Haupt legte.
Tiefes Schweigen ſank auf das Feld des Mordes hernieder; nur im fernen Walde rauſchte der Herbſt⸗ ſturm.—


