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Nurmahal,„als daß er den Fleiß ſeines Bebauers belohnen ſollte. Uebrigens weht die Luft in dieſen Bergen gewiß auch in den wärmern Monaten rauh, da man nirgends einen Fruchtbaum erblickt.“
Der Weg, welcher eine lange Strecke durch dürf⸗ tiges Gebüſch und öde Heidegegend geführt hatte, bog jetzt in eine Felsſchlucht ein, die nach dem großen und ſchönen Thale hinabführte, durch welches die ma⸗ jeſtätiſche Rhone fließt.
Der Eingang in die Schlucht war ſo abſchreckend, daß Renouard's Roß faſt Anſtand nahm, vorwärts zu gehen. Erſt durch die Sporen konnte es bewogen werden, die Reiſe fortzuſetzen.
Bei dem kleinen Falben Nurmahal's war der Sattelgurt locker geworden, ſo daß ſich ſein Reiter genöthigt ſah, abzuſteigen, um dem Uebel abzuhelfen.
Unterdeſſen war Camille in die Schlucht einge⸗ ritten und den Blicken ſeines Begleiters entſchwunden. Kaum aber ſaß Nurmahal wieder im Sattel, als mehrere Schüſſe, die ſich raſch auf einander folgten, an ſein Ohr ſchlugen. Augenblicklich gab er ſeinem Renner die Sporen und jagte ſeinem Herrn nach. Aber welch eine Seene ſtellte ſich ſeinen Blicken dar! Renruard's Pferd lag erſchoſſen am Boden, während er ſelbſt ſich gegen drei Männer mit geſchwärzten Ge⸗ ſichtern auf das heldenmüthigſte vertheidigte.
Ohne ſich zu bedenken, feuerte Nurmahal ſeine zwei Piſtolen auf die Mörder, wodurch einer zu Bo⸗ den geſtreckt ward; den zweiten warf Renouard's Da⸗ mascener darnieder, worauf der dritte die Flucht ergriff.
Camille athmete nach dem ſchweren Kampfe tief auf, als ein neuer Schuß, von unſichtbarer Hand abgefeuert, ihn ſchwer verwundete. Es ward Nacht vor ſeinen Augen, die Sinne entſchwanden und er


