Teil eines Werkes 
4. Band, Napoleon in Aegypten : 3. Theil (1853)
Entstehung
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vergeſſen zu haben ſcheint, ſo braucht er wahrſchein⸗ lich das Geld nicht. Unfehlbar ein reicher Mann, der Gefallen an Euch gefunden und Euch in der Welt hat wollen forthelfen; vielleicht Euer Vormund, Herr von Montreuil ſelbſt.

Dieſer gewiß am allerwenigſten, ſprach Re⸗ nouard kopfſchüttelnd.

Wohlan, rieth Nurmahal,ſo würde ich mir darüber den Kopf im geringſten nicht zerbrechen. Habt Ihr doch das Geld nicht verlangt. So er ſich nicht entdeckt, braucht Ihr auch an keine Rückzahlung zu denken; allwiſſend iſt der Menſch nicht,

Aber dieſe Angelegenheit macht mir Unruhe, meinte Renvuard;es iſt ein unangenehmes, drücken⸗ des Gefühl, Jemandem Wohlthaten ſchuldig zu ſein und den Dank dafür nicht abſtatten zu dürfen.

Wißt Ihr denn, frug Nurmahal,ob er Dank verlangt? Es kann ja mit dieſem Gelde eine ganz eigene Bewandtniß haben. Ich rathe Euch, es der Zeit, die ſchon ſo manches Räthſel gelöſt hat, zu überlaſſen, die Sache aufzuklären; einen beſſern Rath weiß ich nicht zu geben. Um aber wieder auf die große Liberalität Bonaparte's zu kommen, ſo müßt Ihr einen außerordentlichen Stein im Brete bei ihm haben; denn daß er auf Euer Fürwort dem guten Profeſſor Laroſſoſſinier ſammt dem ehrlichen Baptiſt erlaubte, von der ſo beſchränkten Schiffsgelegenheit Gebrauch zu machen, ſcheint mir eine noch höhere Gunſtbezeugung, als ſelbſt die fünftauſend Fran⸗ ken.

Allerdings, geſtand Renouard,zumal dieſelbe Gunſt mehren renommirten Gelehrten abgeſchlagen worden war. Auch würde ich meine Bitte gar nicht ge⸗ wagt haben, wenn mir Laroſſoſſinier nicht zugeſchworen