Teil eines Werkes 
4. Band, Napoleon in Aegypten : 3. Theil (1853)
Entstehung
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und hielt ſein Pferd an.Nurmahal, was muß ich hören! Richts ſoll mich hienieden von Dir, meinem Lebensretter, trennen.

Hoffentlich, fuhr er fort,daß ſich meine Zu⸗ kunft jetzt freundlicher geſtaltet; auch Dir ſoll ſie es werden. Haſt Du die Stunden der Drangſal und Ge⸗ fahr mit mir getheilt, ſollſt Du auch die beſſern und frohen Stunden mit mir theilen. Von einem dienſt⸗ lichen Verhältniß iſt ſchon lange zwiſchen uns keine Rede mehr; ſie wird es auch ferner nicht ſein; Du biſt auch fortan mein Freund, mein Bruder.

Eben weil die Gefahren vorüber, verſetzte halb⸗ laut Nurmahal,halt' ich meine Miſſion für be⸗ endet.

Ein guter Engel, ſprach Renouard,ſoll uns auch in den Stunden des Glücks nicht verlaſſen.

Wie Gott will! erwiederte Nurmahal mit from⸗ mer Ergebung;doch ſagt mir eine Ahnung, daß wir uns bald werden trennen müſſen.

Ich bitte Dich, Kind, ſtimme mich nicht traurig, laß uns dieſes Geſpräch abbrechen; laß uns lieber freudig ſein und Gott danken für die wunderbare Errettung und Erhaltung auf der langen Meerfahrt. In der That ein bewunderungswürdiger Glücksſtern muß auf dieſer Reiſe geleuchtet haben, daß wir nicht einem einzigen der zahlreichen feindlichen Schiffe in die Hände geriethen.

Es war der Glücksſtern Bonaparte's, der uns leuchtete, ſprach Nurmahal.

Möge er auch ferner dem großen Helden leuch⸗ ten, rief Renouard.Niemand wird ihn nöthiger haben als er, zumal in einer Zeit, wo das ſchöne Frankreich wieder eine Beute der Anarchie zu werden droht und das Volk in Bonaparte den alleinigen