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Nochmals überfliegt Bonaparte's Blick die Karte von Syrien. Dann ſpricht er:„Herr Abdallah dürfte es bereuen, uns einen Beſuch abgeſtattet zu haben.“
Bereits nach Verlau einer Viertelſtunde ritt in ſcharfem Trabe Camille nhlard, von dem getrenen Nurmahal begleitet, aus mLager von Acre. Bald thaten ſich die ſchönſten Landſchaften der Erde vor ihnen auf. Der Frühling hutte ſein koſtbar Gewand
über Flur und Thal geworfen. Die Raine der Durra⸗
felder waren bekränzt mit weißen und rothen Roſen, die Wieſen glichen hellglänzenden Teppichen, beſäet mit Narziſſen, Lilien und Anemonen. Im fernen Hinter⸗ grunde thürmten ſich die blauen Wolken des Libanon zum Himmel, während zur Rechten der vereinzelte Berg Tabor wie ein ſtumpfer Kegel ſein Haupt empor hob.
Je bergiger die Gegend wurde, deſto mehr ſahen ſich die beiden Reiſenden genöthigt, langſamer zu rei⸗ ten, und es wurde ihnen mehr Zeit und Muße zur Unterhaltung und Unſchau.
„Siehſt Du dort zur Linken jene himmelanſtre⸗ bende Bergſpitze?“ ſprach Camille zu Nurmahal.
„Ei ja wohl, die ſehe ich,“ erwiederte der Knabe, „es ſcheint der höchſte Gipfel des Gebirges zu ſein.“
„Es iſt der Sannin, der höchſte Punkt des Li⸗ banon.“
„Der iſt gewiß noch von keinem Reiſenden beſtie⸗ gen worden,“ meinte Nurmahal.
„Doch, doch, ich habe ſelbſt mit mehreren unſerer Landsleute geſprochen, die bis zum äußerſten Scheitel emporgeklimmt ſind.“—
geben!“ „Allerdings, die Augenzeugen können nicht Wun⸗„ der genug von dem majeſtätiſchen Schauſpiel erzählen.
„Eine göttergleiche Ausſicht muß es von dort oben.
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