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ſich die Verwundeten befinden. Nachdem er hier eine Zeit lang ſich aufgehalten, dieſem und jenem Troſt zugeſprochen und einen Beutel voll Piaſter vertheilt, ſchreitet er nach den Sälen der Peſtkranken.
Mit geheimem Schauder, die Taſchentücher vor dem Munde, folgen die Oberofficiere in die giftge⸗ ſchwollene Atmoſphäre. Langſam, die vollkommenſte Ruhe auf dem Antlitz, wandelt Bonaparte die Säle des Jammers und Schreckens auf und nieder, hier und da ſtehen bleibend und ſich nach den geringfügigſten Details der Anſtalt erkundigend.
Er ſpricht mit dieſem und jenem der Peſtkranken und mit Entſetzen gewahren die ihn begleitenden Ge⸗ nerale, wie er ſogar die verderbenvollen Beulen eines der Kranken berührt, indem er laut ausruft:„Da ſeht Ihr, daß es nichts iſt!“
Nach faſt zweiſtündigem Aufenthalt verläßt er die Hospitäler. Die Generale Berthier und Beſſieres, die ſich in ſeiner nächſten Umgebung befinden, ſprechen jetzt unverholen ihre Mißbilligung über das große Wagſtück aus. Der große Mann blickt ſie mit ſeinem Adlerauge ſtreng an.
„Ich habe meine Pflicht gethan,“ ſpricht er kalt; „ich bin Feldherr!“
Da man ſich nicht allzufern von Jeruſalem befin⸗ det, wird Bonaparte gefragt, ob er es nicht vorzöge, durch dieſe berühmte Stadt zu ziehen. 3
„Nein,“ erwiedert er,„keinesfalls; Jeruſalem liegt nicht auf meiner Operationslinie. Ich will nicht mit Bergvölkern in ſchwieriger Gegend es zu thun haben. Ueberdies würde ich mich zahlreichen Caval⸗ lerieangriffen ausſetzen. Ich geize nicht nach dem Schickſal des Craſſus. Saint Jean dAere iſt das Ziel unſerer Beſtrebungen.“


