Wort, nicht wieder in gegenwärtigem Feldzuge zu die⸗ nen, freigelaſſen; gleichwohl hatten ſie ſich ſogleich wieder mit den Türken vereinigt, die Beſatzung von Jaffa verſtärkt und durch ihren verzweifelten Wider⸗ ſtand einer großen Anzahl Franzoſen das Leben ge⸗ koſtet. Hätte man ſie freigelaſſen, ſo würden ſie, wie von El⸗Ariſch nach Jaffa, von da nach St. Jean dAere gezogen ſein, die dortige Beſatzung verſtärkt haben und ſo den Franzoſen neuen Schaden zugefügt haben. Die Pflicht gegen die eignen Soldaten machte es daher zur eiſernen Pflicht, das Leben dieſer Ge⸗ fangenen nicht zu ſchonen. Hätte es Bonaparte nicht gethan, ſo würde er mit Recht beſchüldigt worden ſein, das Heil ſeines Heeres aus thörichter Großmuth und Unvorſichtigkeit blosgeſtellt zu haben.
Im Beſitze Jaffa's überläßt ſich Bonaparte mit gewohntem Eifer ſeinen zahlreichen Arbeiten und An⸗ ordnungen, während die Armee von den heißen Kämpfen ausruht. Er macht einen Verſuch, die Bewohner Pa⸗ läſtina's für ſich zu gewinnen. Er bietet allen Scheiks und Ulemas die Friedenshand, während er ſchwere Drohungen gegen Diejenigen erläßt, die die Ab⸗ ſicht haben, ihm feindſelig entgegen zu treten.
Auch dem Paſcha von Syrien, der ſeiner Grau⸗ ſamkeit halber den Namen Djezzar oder der Schläch⸗ ter führt, bietet er die Hand zum Frieden und zur Verſöhnung. Der Schlächter läßt ſtatt der Antwort nach gewohnter Weiſe den Friedensboten in's Meer werfen.
Während Bonaparte mit Organiſation des erober⸗ ten Landes beſchäftigt iſt, und ſein Adlerblick bald über Syrien, bald über Aegypten ſchweift, bald die feindſeligen Bewegungen der Engländer, welche Ale⸗ randrien blockiren, beobachtet, erſcheint plötzlich ein


